Wir alle kennen den Doppelcharakter von Konflikten. Einerseits sind Konflikte im menschlichen Zusammenleben unvermeidlich und notwendig; ohne sie gäbe es oftmals keine Klärung, keine Weiterentwicklung und keinen Neubeginn. Andererseits wird unser gesellschaftliches Zusammenleben aber immer komplexer und konfliktträchtiger und so nimmt gleichermaßen das Risiko von Destruktivität, Eskalation und Gewalt zu, welches Konflikte eben auch in sich bergen. Konflikthilfe und Mediation sind Arbeitsansätze, mit denen Konflikte selbstbestimmt und gewaltfrei geregelt werden können.
HILFE ZUR SELBSTHILFE ist seit 1985 in diesem Arbeitsfeld mit einer Vielzahl von innovativen Projekten tätig und gehört bundesweit zu den Einrichtungen mit der längsten professionellen Erfahrung.
Das Projekt Handschlag bietet Konfliktvermittlung nach Jugendstraftaten im Täter-Opfer-Ausgleich und Tataufarbeitung im Projekt Auszeit.
Ambulante Maßnahme für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende als sinnvolle Alternative zum Jugendarrest nach §10 Jugendgerichtsgesetz
pädagogische Einzelarbeit für straffällig gewordene gewaltbereite Jugendliche und junge Erwachsene
Unterstützung bei der Tatbewältigung, Konfliktvermittlung sowie und Tatfolgenausgleich.
Unterstützung bei Tatverarbeitung und Konfliktbewältigung für Opfer und Täter. Ausgehend von seinen Erfahrungen in der Arbeit mit Opfern im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs setzt HILFE ZUR SELBSTHILFE seit 1995 einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit in den Ausbau von Beratungs- und Konfliktvermittlungsangeboten für Opfer und Täter von Straftaten sowie deren Angehörige.
Das Projekt Handschlag bietet Konfliktvermittlung nach Jugendstraftaten. Unser Angebot richtet sich an straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre.
Das Projekt Handschlag führt im Landesbezirk folgende Hilfen im Landesbezirk Tübingen durch:
Unser PROJEKT HANDSCHLAG führt im Landgerichtsbezirk Tübingen den Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) zwischen jugendlichen und heranwachsenden Täter*innen und deren Opfern durch.
TOA ist ein Angebot an Beschuldigte und Geschädigte, die Straftat und ihre Folgen mit Hilfe eines neutralen Vermittlers eigenverantwortlich zu bearbeiten. Den Konfliktbeteiligten wird die Möglichkeit gegeben, in der persönlichen Begegnung die zugrundeliegenden und/oder entstandenen Konflikte zu bearbeiten und eine Wiedergutmachung zu erreichen.
Die hier arbeitenden Mitarbeiter*innen sind ausschließlich Fachkräfte mit besonderer Zusatzqualifikation als Konfliktberater*innen und Mediator*innen.
Geschädigte Seite
Du möchtest Antwoten und dass jemand Verantwortung für sein Handeln übernimmt?
Du kannst
Beschuldigte Seite
Du möchtest Verantwortung übernehmen und etwas in Ordnung bringen?
Du kannst
Begleitet wird der gesamte Prozess von ausgebildeten Mediator*innen, die vermitteln und den Prozess begleiten.
Unser Angebot ist eine pädagogische Maßnahme im Einzelsetting und richtet sich an straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende bis 21 Jahre.
Das PROJEKT AUSZEIT ist geeignet für Jugendliche und junge Erwachsene, die Straftaten begangen haben, bei welchen es keine direkten Geschädigten gibt oder diese sich nicht beteiligen möchten, eine Aufarbeitung aber sinnvoll erscheint.
Das Angebot kann unter Beteiligung der Jugendhilfe im Strafverfahren von Staatsanwaltschaft oder Jugendgericht als Diversion, als Auflage oder als Weisung veranlasst werden.
Für die Tataufarbeitung im Rahmen dieses Angebots werden 4 Gesprächstermine zur Bearbeitung und Reflexion der begangenen Straftat angesetzt. Die inhaltliche Ausgestaltung der Termine richtet sich sowohl nach der begangenen Straftat als auch der individuellen Situation des Jugendlichen. Die Termine finden möglichst alle 2 Wochen statt.
Das PROJEKT AUSZEIT soll dem Beschuldigten eine Tataufarbeitung und eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Folgen und möglichen Auswirkungen auf die Geschädigten bzw. die Gesellschaft ermöglichen.
Mit dem Ziel, perspektivisch eine Verhaltensänderung zu bewirken, sowie den Jugendlichen bzw. Heranwachsenden die Möglichkeit zu bieten, aktiv an der Einstellung des Strafverfahrens mitzuwirken.
Projekt Handschlag
TOA & Projekt Auszeit
Hilfe zur Selbsthilfe gGmbH
Kaiserstr. 31,
72764 Reutlingen
Die Termine finden nach Absprache in Reutlingen, Tübingen und Calw statt.
Betreuungsweisungen sind eine mögliche jugendrichterliche Reaktion auf Straftaten von Jugendlichen und Heranwachsenden im Alter zwischen 14 und 21 Jahren nach §10 des Jugendgerichtsgesetzes.
HILFE ZUR SELBSTHILFE führt diese Betreuungen seit 1986 für Jugendliche und Heranwachsende in den Amtsgerichtsbezirken Reutlingen, Bad Urach, Münsingen, Rottenburg und Tübingen durch.
Mit der Novellierung des Jugendgerichtsgesetzes von 1991 wurde der Betreuungsweisung als sogenannter „neuer ambulanter Maßnahme“ ein stärkerer Stellenwert zugemessen. Sie wird als sinnvolle Alternative zum Jugendarrest verstanden.
Neben Betreuungen auf richterliche Weisung werden auch sogenannte Betreuungen im Vorfeld durchgeführt: In Absprache mit der Jugendgerichtshilfe, der Justiz und den Betroffenen wird bei entsprechend schwierigen Lebensumständen schon vor Eröffnung der Hauptverhandlung mit der Betreuung begonnen mit dem Ziel, diese dann in der Hauptverhandlung bei der Strafzumessung zu berücksichtigen. Das Verfahren kann auch nach vorläufiger Einstellung und erfolgreicher Teilnahme endgültig eingestellt werden.
Zielgruppe sind Jugendliche und Heranwachsende (Altersgruppe der 14- bis 21-Jährigen), deren Straftaten in Bezug auf Häufigkeit und/oder Schwere über die jugendtypische Bagatellkriminalität hinausgehen und das Begehen weiterer Straftaten, aufgrund der problematischen Lebenssituation und unbewältigter Lebenslagen, wahrscheinlich sind.
Betreuungsweisungen
Hilfe zur Selbsthilfe gGmbH
Kaiserstr. 31
72764 Reutlingen
Das Einzel-Antigewaltcoaching ist eine pädagogische Einzelarbeit für straffällig gewordene gewaltbereite Jugendliche und junge Erwachsene.
Es wird unter Beteiligung der Jugendhilfe im Strafverfahren von Staatsanwaltschaft oder Jugendgericht als Auflage oder Weisung verhängt und dauert in der Regel drei Monate mit wöchentlichen Gesprächsterminen.
Bei hoher Eigenmotivation und Einsicht in eigene Verhaltensanteile, die zur strafrechtlichen Verfolgung geführt haben, ist im Einzelfall auch ein Coaching im Vorfeld zur Verhandlung möglich.
Aktuell bieten wir für Opfer von Jugendstraftaten im Landgerichtsbezirk Tübingen folgende Hilfen an:
Das Einzelcoaching mit dem Schwerpunkt Sexualität ist eine pädagogische Maßnahme im Einzelsetting für straffällig gewordene, sexuell deviante Jugendliche und junge Erwachsene.
Es wird unter Beteiligung der Jugendhilfe im Strafverfahren, der Staatsanwaltschaft oder dem Jugendgericht als Auflage oder Weisung verhängt und dauert in der Regel 3 Monate mit wöchentlichen Gesprächsterminen.
Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige, die mehrfach durch ihre Gewalttätigkeiten auffällig geworden sind.
Die Teilnahme wird als richterliche Weisung (§10 JGG) verhängt oder als päd. Maßnahme im Vorfeld eines Strafverfahrens mit dem Ziel des Absehens von der Strafverfolgung aufgrund einer eingeleiteten Jugendhilfemaßnahme (§45(2) oder §47(1) JGG).
Die Durchführung der Anti-Gewalt-Maßnahme wird in Form eines Gruppentrainings mit 6 Jugendlichen und Heranwachsenden angeboten.
Vor Beginn des Trainings findet ein Vorinterview mit den Jugendlichen und den durchführenden Trainer*innen statt, dann folgen 11 wöchentliche Gruppentreffen mit 3-4 Stunden, sowie erlebnispädagogische Tagesveranstaltungen.
Die gesamte Maßnahme erstreckt sich zeitlich in der Regel auf ca. 3 Monate und findet hauptsächlich in den Räumlichkeiten von HILFE ZUR SELBSTHILFE in Reutlingen statt.
Der Soziale Trainingskurs Respekt ist ein niederschwelliges Jugendhilfeangebot im Jugendstrafverfahren und wurde konzipiert für aggressions- und gewaltbereite jugendliche Straftäter*innen, die sich wegen Gewalttaten vor Gericht verantworten müssen.
Der Soziale Trainingskurs Respekt besteht aus unterschiedlichen Modulen. Die Gruppengröße liegt bei 8 Teilnehmenden. Der Trainingskurs besteht aus Gruppen- und Einzelterminen.
Im Einzelsetting liegt der Fokus auf der Tataufarbeitung sowie der Auseinandersetzung mit der aktuellen Lebenslage.
Innerhalb der Gruppe werden Themen wie Umgang mit Beleidigungen und die Auseinandersetzung mit eigenen Emotionen thematisiert sowie gruppenpädagogische Methoden durchgeführt.
Ein zentraler Ansatz des Trainingskurses ist der Einbezug des familiären Systems.
Vor Beginn des Kurses findet ein Vorinterview mit den Jugendlichen und den Sorgeberechtigten statt.
Einzelcoaching, AGT und STK
Hilfe zur Selbsthilfe gGmbH
Kaiserstr. 31
72764 Reutlingen
Die Termine finden nach Absprache in Reutlingen, Tübingen und Calw statt.
Seit Beginn unserer Tätigkeit ist HILFE ZUR SELBSTHILFE mit den Folgen, Verletzungen und Schäden von Straftaten konfrontiert. Seit Beginn der achtziger Jahre gilt daher unser besonderes Augenmerk der Unterstützung von Kriminalitätsopfern.
Aktuell bieten wir für Opfer von Jugendstraftaten im Landgerichtsbezirk Tübingen folgende Hilfen an:
Opferhilfe
Hilfe zur Selbsthilfe gGmbH
Kaiserstr. 31
72764 Reutlingen